Terraristik Kosten Teil 2: Laufende Kosten

Über die Anschaffungskosten habe ich ja bereits einiges geschrieben. Heute möchte ich mich den fortlaufenden Kosten der Königspython Haltung widmen. Die ersten Kosten der Haltung dieser Schlange sind meistens schnell zusammen und man freut sich, endlich ein eigenes Reptil in seinen vier Wänden beherbergen zu dürfen. Jedoch stellt man schnell fest, dass man sich damit ein recht teures Hobby zugelegt hat und ist nicht selten überfordert. Darum hier nun der Versuch einen Überblick über die monatlich anfallenden Kosten zu geben:

 

1. Nahrung:

Was die Nahrung angeht, so ist eine Schlange wohl eines der genügsamsten Haustiere. Mit einer wöchentlichen Fütterung ist es meistens schon getan. Beim Königspython kann es sogar sein, dass man ihn aufgrund seiner Fresspausen monatelang überhaupt nicht füttern muss. Dennoch sollte man die Kosten für die Nager miteinkalkulieren, wenn man versucht einen einigermaßen anschaulichen Überblick zu haben. Eine gefrorene Maus* kostet in der Regel etwa 1€. Je nachdem, ob man bereits Ratten verfüttert, oder noch kleine Mäuse variiert der Preis. Wenn man nun davon ausgeht, dass man im Monat viermal füttert kommt man auf Futterkosten von 5 – 15€. Die Preisspanne, da man dem Tier auch mehrere kleine Mäuse auf einmal füttern kann oder eben eine größere. Als Mittelwert denke ich sind 10€ im Monat für Futtermäuse für ein Jungtier eine angebrachte Summe. Damit kommt man im Jahr auf 120€. Natürlich ist dieser Posten ein komplett anderer, wenn man selbst Mäuse züchtet, aber ich denke mal nicht, dass jeder, der eine einzige Schlange zuhause hat, gleich eine eigene Mäusezucht eröffnet.

 

2. Beleuchtung und Wärme:

Mit der Beleuchtung ist es schon etwas schwieriger. Hier lassen sich genaue Angaben im Grunde überhaupt nicht machen. Die von mir genannten Summen sind daher wirklich nur äusserst grob geschätzte Richtwerte. Geht man davon aus, dass man einen 150 Watt Elstein, sowie zwei 50 Watt Birnen zur Beleuchtung angebracht hat. Man kommt also in der Summe auf 250 Watt pro Stunde. Ich habe die Watt Angaben so gewählt, weil es sich am einfachsten rechnen lässt.

Strompreise werden immer in Kilowatt Stunden abgerechnet. Also 1000 Watt Einheiten. Man kommt also in 4 Stunden auf eine kWh. Bei mir kostet eine kWh im Moment unfassbare 23,98 cent. Nehmen wir weiter an, euer Terrarium wird 18h am Tag beleuchtet und geheizt, so kommt man auf 4,5 kWh am Tag (18h / 4 = kWh/Tag). Bei 23,98 cent pro kWh ergibt das 1,07€ pro Tag, dass das Terrarium an Strom verbraucht. Bei durchschnittlich 30 Tagen sind wir bei einem Strompreis von 32€ im Monat. Eine recht stattliche Summe für ein kleines Terrarium. Auf das Jahr hochgerechnet wären das immerhin 384€!


3. verschleiß Materialien

Mit verschleiß Materialien meine ich Dinge wie Einstreu. Diese Posten können eigentlich getrost vernachlässigt werden, da sie auf den Monat hochgerechnet mit etwa 5€ zu Buche schlagen. Sie seien hier aber dennoch erwähnt.

 

4. Tierarztkosten

Die Tierarztkosten sind ein Punkt, über den man eigentlich nichts sagen kann. Es kann Jahre geben, ohne dass ihr ein einziges mal einen Tierarzt aufsuchen müsst und dann wieder Jahre, bei dem ihr euch fast ein Bett ins Wartezimmer stellen könnt. Auch ist es schwer, die Preise für die einzelnen Behandlungen zu nennen, da diese bei jedem Arzt unterschiedlich sind. Ich lehne mich hier also einfach mal aus dem Fenster und lege eine Jahrespauschale von 100€ fest. Wenn ihr detailiertere Infos diesbezüglich habt, postet diese bitte als Kommentar unten.

 

Ich denke ich konnte einen einigermaßen zutreffenden Überblick verschaffen. Wenn man alle Posten zusammenrechnet kommt man auf eine Jahresgesamtsumme von etwa 660€ oder eben einem Monatsbetrag von 55€. Man muss jedoch bedenken, dass sich Tierarztrechnungen sehr schnell auf mehrere hundert Euro belaufen können und dann selbstverständlich diese schöne Zahl zunichte machen. Aber wenn ihr euren Königspython gut pflegt und euch um ihn kümmert, sollte er seltenst zu einem Tierarzt müssen. 55€ im Monat sind auch nicht die Welt. Das ist ein Betrag, der noch nichtmal das Futter für einen Hund decken würde, aber es ist dennoch eine Summe, die sich bemerkbar macht, wenn man Schüler, Student oder Arbeitssuchend ist.

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One Response to Terraristik Kosten Teil 2: Laufende Kosten

  1. Tobias sagt:

    Hallo, deine Seite ist wirklich gut, was die Menge und Genauigkeit an Information angeht.

    Bei dem Punkt laufende kosten ist mir jedoch etwas nicht ganz schlüssig: selbst wenn ich mein Terrarium im extrem Fall ganze 18h beleuchte und heize, ist die Heizung nicht 18h an. Durch die thermo control wird sie doch (ich weiß genaue Angaben machen ist schwer) ca die Hälfte der Zeit gar nicht betrieben.

    Des weiteren sind für reine Beleuchtung heut zu tage 100w doch ein bisschen derb. Höhere Anschaffungskosten für z.B. LEDS sind zwar nötig, senkt den Verbrauch aber um gut 70%. Bei Leuchtstoffröhren hat man zwar nur ca 20 weniger Verbrauch, sie ergänzt sich aber durch die heizende Wirkung…..

    Möchte um Himmels willen nicht klug scheißen, sondern nur versuchen, Vllt das ein oder andere zu der Seite bei zu tragen

    Gruß Tobi

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